
{"id":155,"date":"2001-02-20T16:11:29","date_gmt":"2001-02-20T14:11:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stadthaushotel.com\/Aktuell\/?p=155"},"modified":"2018-04-16T19:57:32","modified_gmt":"2018-04-16T19:57:32","slug":"ein-ganz-normales-hotel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadthaushotel.de\/aktuell\/ein-ganz-normales-hotel\/","title":{"rendered":"Ein ganz normales Hotel"},"content":{"rendered":"<p>Im Stadthaushotel leben und arbeiten behinderte Menschen nun im neunten Jahr nach dem Motto: Anders und gut. taz Hamburg Nr. 6377 vom 20.2.2001, Seite 24, 45 Zeilen. Text von Mirjam H\u00e4gele.<br \/>\n<!--more-->  <\/p>\n<h2>Presse-, Medienbericht: <acronym title=\"die tageszeitung\" >taz<\/acronym> Hamburg<\/h2>\n<p>Die rote Markise \u00fcber der T\u00fcr f\u00e4llt auf. Am Empfang begr\u00fc\u00dft Clemens Paschen die G\u00e4ste. Der junge Mann zeigt die in Pastellt\u00f6nen gehaltenen Zimmer. Die Betten sind wei\u00df bezogen, auf den Kopfkissen liegen Schokoladenherzen. Ein ganz normaes Hotel, sollte man denken. Bei genauerem Hinsehen fallen aber doch ein paar Besonderheiten ins Auge: \u201eAnders und gut!\u201c ist das Motto des Stadthaushotels.<\/p>\n<p>Anders, das sind die sechs geistig behinderten Mitarbeiter mit <span lang=\"en\" xml:lang=\"en\">Down<\/span>-Syndrom oder autistischen Behinderungen. Sie arbeiten hier und leben im Obergeschoss des Hotels in einer Wohngruppe. Clemens ist einer von ihnen. Seit das Hotel 1993 gegr\u00fcndet wurde, ist er dabei. gef\u00e4llt ihm: \u201eIch arbeite gerne hier\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Gut, das ist der Service. Er unterscheidet sich nicht von einem \u201enormalen\u201c Hotel und ist vielleicht sogar besser: Das Stadthaushotel hat in mehr als der H\u00e4lfte seiner 13 Zimmer eine behinderten-gerechte Ausstattung. 23 Betten stehen in vier Einzelzimmern, acht Doppelzimmern und einem \u201eFamilienzimmer\u201c. Das Hotel l\u00e4uft gut, die Zimmer sind oft ausgebucht. Dazu tr\u00e4gt auch die Stella <acronym title=\"Gesellschaft mit beschr\u00e4nkter Haftung\">GmbH<\/acronym> bei, die hier regelm\u00e4\u00dfig Betten f\u00fcr Musicalbesucher mit Behinderungen ordert.<\/p>\n<p>Damit der Hotelbetrieb l\u00e4uft, ist versiertes Fachpersonal n\u00f6tig: Zwei gelernte Fachkr\u00e4fte packen mit an, wo es n\u00f6tig ist. \u201eDie Leitung eines solchen Hotels erfordert nicht nur fachliche Kompetenz. Genauso wichtig ist viel Geduld und Verst\u00e4ndnis\u201c, erkl\u00e4rt Axel Grassmann, Bereichsleiter des Arbeitsprojekts jugend hilft jugend Hamburg. Auch die G\u00e4ste sollten nicht zu eng sehen. Etwa neulich beim Fr\u00fchst\u00fcck: Claudia gefiel die Unterhaltung der G\u00e4ste auf Italienisch. Deswegen hat sie immer wieder Kaffee nachgeschenkt, um die fremde Sprache zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das Stadthaus Hotel ist in seiner Grundidee eigentlich einfach: Anstatt Behinderte durch F\u00f6rderungen zu unterhalten und abzuschieben, werden sie hier in das gesellschaftliche Leben eingebunden. \u201eist ein Konzept der Menschenw\u00fcrde. Ein Projekt f\u00fcr Menschen, die sich nicht in die Erfolgswelt des freien Marktes eingliedern k\u00f6nnen\u201c, hebt Kai Wiese hervor. Er ist Vorsitzender des Vereins jugend hilft jugend Hamburg. \u201eTrotzdem versuchen wir wirtschaftlich zu arbeiten. Nur ein Teil der Finanzierung muss durch soziale F\u00f6rdermittel gedeckt werden.\u201c<\/p>\n<p>Seit Ende vorigen Jahres ist das Hotel um eine Attraktion reicher: <span class=\"fett\">Im neuen Anbau ist das Caf&egrave; \u201eMax B\u201e entstanden.<\/span> Auf roten Lederb\u00e4nken kann man Zeitung lesen und italienischen Kaffee trinken. Dazu gibt selbst gebackene Pl\u00e4tzchen. Die ersten Stammg\u00e4ste haben sich bereits eingefunden.<\/p>\n<p>Klar, dass auch das Caf&egrave; einder besonderen Art ist: Am Tresen und in der K\u00fcche arbeiten nicht nur drei weitere Behinderte, sondern auch sechs ehemalige Drogenabh\u00e4ngige. Zwei ausgebildete K\u00f6che erg\u00e4nzen die Besetzung des Caf&egrave;s.<\/p>\n<p>          Insgesamt ist die Resonanz bisher sehr positiv: \u201eDie Mund zu Mund Propaganda kommt ins Rollen. Wenn wir im Fr\u00fchling unsere Hinterhofterasse er\u00f6ffnen, kommen hoffentlich noch mehr G\u00e4ste\u201c, sagt Axel Grassmann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Stadthaushotel leben und arbeiten behinderte Menschen nun im neunten Jahr nach dem Motto: Anders und gut. taz Hamburg Nr. 6377 vom 20.2.2001, Seite 24, 45 Zeilen. 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